Die Kaiser sind nackt. Betreuungsgeld, private Pflegeversicherung und Regierungsfähigkeit

An den Polen von Kindheit und Sterben will sich derzeit die politische Kultur und Regierungsfähigkeit der Bundesregierung profilieren, die sich als Deal zwischen FDP- und CSU-Selbstbild herauszustellen versucht. Ins Leben treten und aus dem Leben heraustreten als Bewährungspunkt eines Koalitionsvertrags? Dies könnte sinnträchtig sein. Jedoch führt die Koalitionsentscheidung gerade eine Politik vor, die das Qualitätskriterium… Weiter lesen »

Die Finanzkrise, geschichtliche Dankbarkeit und Freiheit

Helmut Schmidts Rede auf dem Parteitag der SPD im Dezember 2011 muss bestechend ge­wesen sein, entnahm ich sehr unterschiedlich aufgestellten Medienkommentaren. Ich wurde zunehmend neugierig und als ein Kollege mich darauf aufmerksam machte, frau könne sich die Rede auf youtube ansehen, nutzte ich den ersten freien Abend hierfür. Ist die Medienaufmerksamkeit für diese Rede angemessen?… Weiter lesen »

Care – eine feministische Kritik der politischen Ökonomie?

„Care – eine feministische Kritik der politischen Ökonomie?“ – So titelt die Zeitschrift „Das Argument“ seine Ausgabe Nr. 292. Das Konzept „Care“ scheint mittlerweile zum Nabel der feministischen Ethik und Ökonomiekritik avanciert. Zugleich sind Konzepte ökonomischer Kritik wie die „Reproduktionsarbeit“ aus dem analytischen Repertoire verschwunden. Die Diskussion um Hausarbeit erscheint als traditionelles Relikt. Redakteurinnen der… Weiter lesen »

Auf ein Weiteres: die Quote? Zur Reaktualisierung der Frauenpolitik

Nun, wir haben wieder einmal eine Quotendiskussion. Sehen nun endlich alle ein, dass Frauenpolitik strukturelle Hebel braucht? Lassen sich in den Argumenten neue Einsichten und Aspekte entdecken? Gibt es interessante Entdeckungen zu machen? Als erfahrene feministisch-politische Häsin hat frau den Eindruck, dass wieder einmal bekannte Argumente und Klarstellungen erinnert werden müssten: dass die Quote beispielsweise… Weiter lesen »

Postkonventionalität – oder: Ist Feminismus entwicklungsfähig? PostFeminismus revisited

Ich selbst verstehe mich nicht als Postfeministin, ich verstehe mich als Feministin. Ich halte das „post“ zum Feminismus erst einmal für eine Schwächung – außer die Verbindung von „post“ und Feminismus bekommt einen Sinn, der Feminismus zu einer neuen starken Markierung macht! Ich hoffe, dass ich mich mit meinen Überlegungen auf den Weg dorthin machen… Weiter lesen »

Eine der mächtigsten Frauen der Welt

Zehn Jahre – zehn! eine ganze Dekade! – Angela Merkel: In diesen Wochen wurde das Jubiläum einer Frau gefeiert, die seit zwanzig Jahren Bundestagsabgeordnete, seit zehn Jahren CDU-Vorsitzende, seit fünf Jahren Kanzlerin der Bun­desrepublik Deutschland ist und damit als eine der mächtigsten Personen und Politiker der derzeitigen Welt gilt. The same procedure as every year… Weiter lesen »

Andrea Ypsilanti und das Andere in der Politik

Im Frühjahr 2007 veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung in Freiburg ein Gespräch mit Anke Fuchs und Gesine Schwan über „Frauen in der Politik“. Die beiden politisch aktiven Frauen berichteten von ihren Werdegängen, ihren Erfolgen und Niederlagen, ihrer Einstellung zum Politischen. Die Veranstaltung sollte Frauen motivieren, sich parteipolitisch zu engagieren. Politik müsse sich verändern, sich mehr an Netzwerkbildung… Weiter lesen »