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Wahlverweigerung und die Sehnsucht nach mehr Demokratie

Ist die Wahlverweigerung als Ausdruck dafür zu verstehen, sich so sehr nach wirklicher Demokratie zu sehnen, dass viele deshalb ihr Bürgerrecht aufgeben, weil sie befürchten, mit der Wahl die falschen Signale zu geben, nämlich die jetzige Art und Weise, Politik zu betreiben, zu unterstützen? Nur, wie kann aus dem Wertschätzen des demokratischen Prinzips ein spürbares,… Weiter lesen »

Wissenschaft im Ehrenamt

(zusammen mit Silke Petersen) Ausgerechnet in einer Zeit, in der es überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Theologinnen gibt, wird es immer schwieriger, angemessene Stellen im universitären oder außeruniversitären Forschungsbereich zu bekommen. Wissenschaftlerinnen der ESWTR unternahmen 2006 und 2007 verschiedenen Initiativen, um sich zu vernetzen. Sie wollen diese Situation nicht weiterhin als Einzelne bewältigen müssen. Die andere Seite… Weiter lesen »

„Gender ideology“: Neuer kirchlicher Antifeminismus

Der Terminus „gender ideology” wird in kirchlichen Kontexten zunehmend als Waffe gegen frauenbewegte Ambitionen eingesetzt. „Gender Ideologie“ oder „Geschlechterrollenideologie“ ist ein Terminus aus der (feministischen) Soziologie, der darauf hinweist, dass Geschlechterbilder und Geschlechterrollenzuschreibungen kritisiert werden müssen. Allerdings, in kirchlichen Kontexten scheint dieser Terminus zunehmend als Waffe gegen frauenbewegte Ambitionen eingesetzt zu werden, berichten Frauen              … Weiter lesen »

Hildegard von Bingen. Ein politisches Zeichen der Zeit

Am ersten Oktobersonntag 2012 kam die Nachricht, dass der Papst Hildegard von Bingen zur Kirchenlehrerin erklärt hat. Gotteslehrerin, ja, das ist sie schon lange, auch ohne die Anerkennung des Vatikans. Als Heilige wird sie schon lange verehrt, obgleich sie immer noch nicht richtig heiliggesprochen ist. Dennoch, diese Ernennung ist ein guter Anlass, um ihre Bedeutung… Weiter lesen »

Geschlechterworte brauchen eine Haltung

Menschen entwickeln Geschlechterworten gegenüber Haltungen. Eine wichtige Seite der Ethik ist es, solche Haltungen zu reflektieren. Welche Haltung nehmen Personen zu den Worten ein, in denen über Geschlechterfragen gesprochen wird? Wie reagieren sie, wenn die Worte „Frau“ oder „Frauen“ gebraucht werden? Solche Haltungen wirken sich auf das aus, was sie den Diskussionen und Texten entnehmen… Weiter lesen »

Die Kaiser sind nackt. Betreuungsgeld, private Pflegeversicherung und Regierungsfähigkeit

An den Polen von Kindheit und Sterben will sich derzeit die politische Kultur und Regierungsfähigkeit der Bundesregierung profilieren, die sich als Deal zwischen FDP- und CSU-Selbstbild herauszustellen versucht. Ins Leben treten und aus dem Leben heraustreten als Bewährungspunkt eines Koalitionsvertrags? Dies könnte sinnträchtig sein. Jedoch führt die Koalitionsentscheidung gerade eine Politik vor, die das Qualitätskriterium… Weiter lesen »

Vom Nutzen der Philosophie.

Hochschulentwicklung zielt auf die komplexe Konstellation aus Selbstentwicklung und ethisch gerechtfertigtem Handeln. Dieses soll so gestaltet werden, dass Studierende für ihre zukünftigen Tätigkeiten Handlungssicherheit gewinnen werden können. Durch meine Ausführungen soll nun durchsichtig werden, wie die Beschäftigung mit der philosophischen Tradition dazu führen kann, sich über die Bedingungen einer passenden, geradewegs ethisch fundierten Gestaltung von… Weiter lesen »

Über die Bedeutung der Philosophie für Forschung und Lehre an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften

Da ich nun als Philosophin zu einer Stellungnahme über das Verhältnis von Philosophie und angewandten Wissenschaften angefragt werde, möchte ich mit einer solchen Unterscheidung kenntlich machen, dass es „die“ Philosophie ebenso wenig gibt wie „die“ angewandte Wissenschaft. Ist diese Problematik in der Vortragsanfrage auf Seiten der „angewandten Wissenschaften“ durch die Anwendung des Plurals markiert, so… Weiter lesen »

„Wenn Mädchen, wenn Jungs nicht so erzogen würden …“ Weltliebe, das Streben nach Geschlechtsfreiheit und die Religion der Weltlosigkeit

Am 8. März 2012 sah ich mir Beckmanns Talkshow zum Thema „Frauen und Macht“ mit Ur­su­la van der Leyen, Wibke Bruhns und Marina Weisband an. Ich entschied mich dafür, weil ich eine erstaunlich hochkarätige, mit strukturell denkenden und politisch handelnden, ein­fluß­reichen Frauen be­­setzte Gesprächsrunde angekündigt fand. In dieser Sendung wurde dann auch wieder einmal die… Weiter lesen »

Vom Nutzen der Philosophie. Bildung als ethisch qualifizierte Reflexionskompetenz und der Sinn für gerechtes Denken

Hochschulentwicklung zielt, was die Lehre betrifft, auf die Selbstentwicklung von Studierenden und will ihnen ethisch gerechtfertigtes Handeln nahebringen. Studierende sollen derart für ihre zukünftigen Tätigkeiten Handlungssicherheit gewinnen können. Die Beschäftigung mit der philosophischen Tradition kann dazu beitragen, sich über die Bedingungen von einer passenden, geradewegs ethisch fundierten Gestaltung einer solchen Entwicklung bewusst zu werden. Es… Weiter lesen »