Autoren Archive: Andrea Günter

Gerechtigkeit ist eine Denkweise, Teil 2:
Denken im Mobile

Im zweiten Teil ihres Artikels zu Gerechtigkeit zeigt Andrea Günter auf, dass, um Gerechtigkeit zu denken, es nötig ist, Stereotype zu dekonstruieren und relational zu denken. Es war auch schon Platon, der darauf bestand, Gerechtigkeit als eine spezifische Denktätigkeit zu verstehen. Um dies zu illustrieren, wählt der die Kritik an der Behauptung einer Geschlechternatur. Er… Weiter lesen »

Symbolisch. Heimlich. Auf ein Neues: Merkel, das Weibliche und die Politik

Seltsam, so schnell können widersprüchliche Kommentare zu Merkel und ihrer Politik in ein- und demselben Sender in wenigen Minuten aufeinandertreffen. Während die Tagesschauredaktion Merkels Politikerfolg bei G-7 Gipfel auf Schloss Elmau im Juni 2015 auf Symbolisches reduziert und eine kritische Bestandsaufnahme im nachfolgenden Brennpunkt ankündigt, beginnt der bayrische, durchgängig affirmativ agierende Brennpunktmoderator Sigfried Gabriel seine… Weiter lesen »

Gerechtigkeit ist eine Denkweise, Teil 1:
die Denkleistung der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist eine Denkweise. Diese Erkenntnis kann begreiflich werden, wenn beobachtet wird, wie Kinder anfangen zu urteilen „das ist ungerecht!“. Das Urteil „das ist ungerecht“ ist einerseits Ausdruck eines moralischen Selbstverständnisses. Dieses basiert andererseits wiederum auf einer besonderen Analyse- und Denkfähigkeit. Die kindliche Fähigkeit, Ungerechtes zu konstatieren und folglich „Gerechteres“ zu denken, wird im Folgenden… Weiter lesen »

Sich vom Denken einladen lassen

Eine Denkwerkstatt ist eine Praxis: ein Raum der Praxis des Sprechens und Denkens. Diesem Zusammenhang unserer Initiative wollten wir mit einer besonderen Dialogkontur gerecht werden. Haben wir im ersten Text „Warum eine Denkwerkstatt“ die Entstehungsgeschichte der Inhalte unserer Textreihe beschrieben, so soll in diesem zweiten Text in den Vordergrund rücken, was es bedeuten könnte, mit… Weiter lesen »

Warum eine Denkwerkstatt?

Nachdem mich über mehrere Semester hinweg Studierende angesprochen haben, ob ich jenseits der offiziellen Seminartätigkeiten und -struk­turen ein Angebot hätte, sie würden gerne mit mir weiterarbeiten, kam ich auf die Idee, eine frei organisierte Denkwerkstatt zu initiieren. Dass ich gerade auf die Idee einer Denkwerkstatt kam, hatte zum einen mit dem konkreten Feed­back von Studierenden… Weiter lesen »

Menschliche Schwäche und seelenorientierte Spiritualität

Aus Anlass des 500. Geburtstags von Teresa von Avila in diesem Jahr veröffentlichen wir eine Artikelreihe zur bleibenden Aktualität Ihres Denkens. In diesem Beitrag beschreibt Andrea Günter Teresas Suche nach der Freiheit des Geistes und wirft einen kritischen Blick auf die heutige Rezeption ihrer Werke. Teresa von Avila hatte man gelesen. Sich mit ihrem Leben,… Weiter lesen »

Zur Zeit des Advents und großer politischer Fragen: Weihnachten. Das Fest der Verwundbarkeit

Was bedeutet die Geburt eines Kindes für die Welt? Die Erläuterungen im Cover Hildegund KeunBuch von Hildegund Keul sind ungewöhnlich Weihnachten ist das Fest des Geborenseins in göttlicher Dimension, gleichzeitig wird hier kein sentimental stimmendes Baby-Kleinkind-Idyll gefeiert, in der Spannung dieser beiden Aussagen bewegt sich das Buch „Weihnachten. Das Wagnis der Verwundbarkeit“ von Dr. Hildegund… Weiter lesen »

Symbolische Gewalt und symbolisches Ordnen

Symbolische Gewalt ist Gewalt in Form von Worten. Statt Worte grundsätzlich unter einen Generalverdacht zu stellen, kann genauer verstanden werden, was symbolische Gewalt ist und wie ihr begegnet werden kann. Der Schlüssel dafür ist wiederum, was unter dem Symbolischen verstanden wird. Werden unter dem Symbolischen lediglich Symbole gefasst, wird Symbolisches zugleich auf die Vorgaben vorhandener… Weiter lesen »

Wie trivial ist Trivialliteratur? Teil 2:
Autorinnen enttrivialisieren, Geschlechterdiskurse vorantreiben

Im zweiten Teil ihres frauenbewegten Blicks auf die Gartenlaube stellt Andrea Günter, gewohnt eloquent und scharfsinnig in der Tiefe, Autorinnen der Gartenlaube vor und stellt die zunehmend geschlechtergerechte Kriterienbildung des Gartenlauben-Diskurses über emanzipatorische Themen vor. Schriftstellerin bei der Gartenlaube Einige der Schriftstellerinnen sind wie manche männlichen Kollegen auch in der Hauptsache Gartenlaube-Autorinnen. Viele schreiben unter… Weiter lesen »

Wie trivial ist Trivialliteratur? Teil 1:
Die Gartenlaube enttrivialisieren

Massenblatt, Liebesgesäusel, biedermeierlich angehauchte Beschwichtigungsliteratur, Die Gartenlaube: Illustrirtes Familienblatt  kam Langezeit oftmals nur mit schlechten Bewertungen weg, was die Qualität der Texte, dann die Meinung über den intellektuellen Anspruch der LeserInnenschaft betrifft. Diese Einschätzung hatte gerade auch damit zu tun, dass in ihr viele Frauen veröffentlichten. Denn Erzählungen und Romane wie die von Eugenie Marlitt… Weiter lesen »